Bruxismus gleich Zähneknirschen und Zähnepressen |
||
Ursachen und Therapie bei Zähneknirschen
|
||
Bruxismus ist der Überbegriff für das zumeist unbewusste Zähneknirschen und Zähnepressen, von dem große Teile der Bevölkerung betroffen sind und das nicht nur zu ernsthaften Schäden an Zähnen und Kiefergelenken, sondern auch zu Kopfschmerzen und Verspannungen der gesamten Kopf-Hals-Schulterregion führen kann. Man schätzt, dass rund 80 Prozent aller Erwachsenen, die an Erkrankungen des Zahnhalteapparats leiden, von Bruxismus betroffen sind. Leider ist nur etwa 10 bis 20 Prozent der Patienten überhaupt bewusst, dass sie mit den Zähnen knirschen. Oft ist der Zahnarzt der erste, der die Betroffenen darauf aufmerksam macht. |
||
Diagnose Bruxismus
|
||
Wenn ein ungewöhnlich langes und übermäßig starkes Aufeinanderbringen der Zähne stattfindet, das nicht dem Zerkleinern von Nahrung dient, und bei dem keine natürlichen Kaubewegungen gemacht werden, spricht man von Bruxismus. Dieses Knirschen mit den Zähnen findet meistens nachts statt und zwar im REM-Schlaf. Es sind Fälle bekannt, wo über einen Zeitraum von mehr als 45 Minuten ununterbrochen mit einer Kraft von zum Teil mehr als 100 kg geknirscht und gepresst wird! |
||
Die Ursachen von Bruxismus
|
||
In den meisten Fällen sind psychischer Stress und unbewusste Aggressionen, aber auch hohe Anspannung und Konzentration die Gründe für übermäßiges Pressen und Knirschen mit den Zähnen. In manchen Fällen ist allerdings auch eine mechanische Ursache auszumachen– etwa eine schlecht sitzende Prothese, Krone, Brücke oder Zahnfüllung. |
||
Die Auswirkungen des Bruxismus auf die Gesundheit
|
||
Zähne, Kiefergelenke und Kaumuskeln werden durch Überlastung geschädigt. Dem Zahnarzt fallen eine Abrasion der Zähne, abgewetzte Zahnkronen und schlimmstenfalls sogar gelockerte oder gebrochene Zähne auf. |
||
Therapiemöglichkeiten
|
||
Natürlich wäre es besser, größere Schäden an Zähnen und Kiefer gar nicht erst entstehen zu lassen. Aber auch wenn der Zahnarzt bereits Abrasionen der Zähne festgestellt hat, kann weiteren Schädigungen vorgebeugt werden – zum Beispiel durch die Herstellung sogenannter Knirscherschienen. Diese durchsichtigen Aufbiss-Schienen aus Kunststoff setzt man sich vor dem Schlafengehen (oder auch tagsüber!) ein, wodurch das Zähneknirschen verhindert wird. |
||
Bruxismus vorbeugen
|
||
Da vor allem Stress zu Bruxismus führt, ist das Erlernen einer Entspannungstechnik eine gute Form der Vorbeugung. In Frage kommen zum Beispiel das Autogene Training, die Progressive Muskelentspannung oder Yoga – eben alles, was einem dazu verhilft, mit den unvermeidlichen Belastungen des Alltags gelassener und entspannter umzugehen. |
||
Der Zahnarzt kann leider nur dazu beitragen, die Schäden des Bruxismus zu verhindern. Gegen die Ursachen des nächtlichen Zähneknirschens kann er nichts unternehmen. Wer unter erheblichem psychischen Stress leidet, mit dem er auch mit Hilfe von Massagen und Entspannungsmethoden nicht fertig wird, sollte sich deshalb überlegen, ob er nicht einen Psychotherapeuten aufsucht. |
||
Sie befinden sich hier: Dr. Maldoff Hompage Zahnarzt Konstanz >> Bruxismus |
||
24.03.2010 |
||
(C) 2006 - Alle Rechte vorbehalten |
||